Gegen Nazis


20. April 2016 

„Sie lebten mitten unter uns!”

Zwangsarbeit – ‚zivile’ Fremdarbeiter, Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge 1938-1945

Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Rüdiger Hachtmann (TU Berlin und Zentrum für zeithistorische Forschung Potsdam)

Mittwoch, den 20. April 2016, um 19:00 Uhr
in der Britzer Gemeinde der Berliner Stadtmission,
Malchiner Str. 73, 12359 Berlin (Nähe U-Bhf. Parchimer Allee)

In Berlin mussten im Verlauf des Zweiten Weltkriegs über eine halbe Million Menschen Zwangsarbeit leisten. NS Wappen vom Arbeitsbuch für Ausländer Sie kamen aus allen besetzten Ländern und arbeiteten auf dem Bau, bei der Eisenbahn, in privaten Haushalten, bei der Trümmerbeseitigung, im Handwerk, vor allem aber in der Industrie. Kaum ein Groß-, Mittel- oder Kleinbetrieb verzichtete auf sie.
Berlin war nicht nur die Hauptstadt des Dritten Reiches, sondern auch seine wichtigste Rüstungsschmiede.
Mehr als 3000 Lager und Unterkünfte verteilten sich auf die Stadt, in denen 1943 mehr als 400.000 Zwangsarbeiter*innen untergebracht waren. 47 Lager befanden sich in Britz. Die ausländischen ZwangsarbeiterInnen machten rund 20% der Berliner Beschäftigten aus, in den Großbetrieben der Maschinenbau- und Elektroindustrie wie Siemens oder AEG noch erheblich mehr.
Auch in Britz existierten nachweislich 47 Zwangsarbeiterlager, mindestens 2 davon im Bereich der Hufeisensiedlung. Belegt ist außerdem die Beschäftigung von Zwangsarbeiter*innen in Kleinbetrieben und Privathaushalten der Hufeisen- und Krugpfuhlsiedlung.

Prof. Dr. Hachtmann hat wissenschaftlich über die Hintergründe der massenhaften Zwangsarbeit sowie über die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Zwangsarbeiter*innen während des Nationalsozialismus gearbeitet. Er wird seine Ergebnisse vorstellen und mit uns über sie diskutieren.

Sie sind herzlich eingeladen.

Ihre Anwohner*inneninitiative Hufeisern gegen Rechts

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5. und 9. April 2016 

Burak Bektas - ein Mord ohne Täter?

Am 5. April 2016 jährt sich der Mord an dem 22jährigen Neuköllner Burak Bektas zum vierten Mal. Eltern und Freunde des Ermordeten werfen der Ermittlungsbehörde fahrlässige Untersuchung des Falles vor. Indizien wurden nicht oder nur oberflächlich überprüft. Parallelen zu den NSU-Morden und dem mangelnden Engagement bei ihrer Aufklärung sind offenkundig. Der Verdacht auf ein rassistisches Motiv des Täters bleibt.
Plakat mit dem Aufruf zur Kundgebung Die Staatsanwaltschaft darf die Akten nicht schließen. Die Untersuchungen müssen weitergehen. Der Mord darf nicht in Vergessenheit geraten.

Zwei Veranstaltungen der Initiative zur Aufklärung des Mordes an Burak Bektas im April 2016 sollen die Erinnerung wach halten:


Am Dienstag, dem 5. April, findet um 17 Uhr am S-Bhf. Hermannstr. eine Mahnwache statt.

Am Samstag, dem 9. April, beginnt um 14 Uhr eine Demonstration am Tatort an der Rudower Str. 51 (gegenüber dem Neuköllner Krankenhaus). Ziel ist der S- und U-Bhf. Neukölln.

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21. März 2016 

Internationaler Tag gegen Rassismus

Rassismus den Kampf ansagen!

Solidarität mit den Betroffenen!

Kundgebung am Montag, dem 21. März 2016, 11:45 bis 12:30 Uhr an der „Rudower Spinne” (U-Bhf. Rudow)

Im letzten Jahr haben in Berlin rechtsmotivierte Gewalttaten um 32% zugenommen. Laut Polizeiangaben ist dies mit Abstand die höchste Zuwachsrate in der Kriminalitätsstatistik. In den meisten Fällen habe es sich um rassistisch begründete Angriffe gehandelt.
Plakat Rasissmus stoppen Dies ist die äußere Erscheinung eines in den letzten Jahren voranschreitenden Rassismus, der sich immer mehr in die Mitte der Gesellschaft ausbreitet.
Natürlich ist die menschenfeindliche Hetze von Pegida, AfD und Co ein Nährboden für rechte Gewalt. Aber auch die Stimmungsmache von etablierten Politikern und Medien tragen zu dieser bedrohlichen Entwicklung bei.
Die Flüchtlinge als Versursacher für die vielfältigen sozialen Probleme in unserer Gesellschaft zu deklarieren, lenkt von den wirklichen Hintergründen einer seit Jahren betriebenen unsozialen Politik ab. Die „Drittelgesellschaft” gab es schon vor dem Anstieg der Flüchtlingszahlen. Armut, Arbeitslosigkeit, Mangel an bezahlbaren Wohnungen sowie eine Vernachlässigung der Infrastruktur sind keine Erscheinungen der letzten Jahre.
Gegen diese Spaltung und Entsolidarisierung der Gesellschaft durch soziale und rassistische Hierarchisierung richtet sich der Protest am Internationalen Tag gegen Rassismus.

Zur Kundgebung rufen gemeinsam auf:
Aktionsbündnis Britz; Anwohner*inneninitiative Hufeisern gegen Rechts; Bündnis Neukölln – Miteinander für Demokratie, Respekt und Vielfalt; Die Falken Neukölln; DGB-Kreisverband Neukölln; Jusos Neukölln; ver.di Bezirk Berlin – Ortsenior*innen Neukölln; ver.di Bezirk Berlin – Ortsverein Südost.

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20. Februar 2016 

Erneute Pleite für die NPD

Samstag, 20. Februar 2016, 10:15 Uhr. Verspätet rückte die NPD zu ihrer als Wahlkampfveranstaltung deklarierten Kundgebung in Britz Süd an.

Empfangen wurden die 10 Neonazis von einem Pfeifkonzert der 70 Neuköllner*innen, die mit Transparenten und Parolen klar stellten:
Auch im Neuköllner Ortsteil Britz gibt es keinen Platz für Rechtsextremisten.

Gegendemonstranten in Britz Sued Allem Anschein nach hat die NPD mittlerweile in Neukölln große Probleme ihre Mitglieder zu aktivieren. Als Redner traten die bezirksfremden Kader Irrgang (Lichtenberg) und Schmidtke (Treptow-Köpenick) auf und auch unter den restlichen 8 Statisten waren keine Neuköllner zu entdecken. Und auch die NPD-Reisekader blieben isoliert. Keiner der Marktbesucher*innen und Passanten blieb stehen, um sich die Hasstiraden anzuhören. Im Gegenteil, das Bemühen war offenkundig, sich von den Neonazis fern zu halten und Ablehnung auch nach außen hin zu demonstrieren. Fremdenfeindlichkeit, und nur das bieten die Neonazis an, verfängt in der multikulturellen Einwohnerschaft Neuköllns nicht.
Nach 40 Minuten war denn auch der Spuk zu Ende.
Dank an den Jugendverband Die Falken, die sofort nach Bekanntwerden des NPD-Auftritts am gestrigen Freitagnachmittag die Gegenkundgebung angemeldet haben, und an alle Anwesenden, die trotz der Kürze des Zeitraums sich zum Protest eingefunden haben.

Mit der Aktion wollen wir deutlich machen, dass wir für die Nutzung des ehemaligen Schulgebäudes in der Fritz-Reuter-Allee 138 als Flüchtlingsunterkunft für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge eintreten.

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14. Februar 2016 

Gedenken an Burak Bektas


Am Sonntag, dem 14. Februar 2016, versammelten sich mehr als 50 Neuköllner*innen an der Rudower Str. gegenüber dem Krankenhaus Neukölln, dem Ort, an dem vor knapp 4 Jahren Burak Bektas und 2 Freunde von einem unbekannten weißen Mann wortlos niedergeschossen wurden. Während die Freunde ihre Verletzungen überlebten, starb Burak Bektas noch am selben Tag. Am 14. Februar 2016 wäre er 26 Jahre alt geworden.

Foto der Burak Gedenkveranstaltung im Februar 2016 Doch die Ermittlungen sind bis heute nicht vorangekommen. Vom Täter fehlt nach Aussagen der Mordkommission jegliche Spur.

Die „Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektas” will sich damit nicht zufrieden geben. Gemeinsam mit den Eltern kritisiert sie, dass die Staatsanwaltschaft dem Mord an Burak Bektas keine große Bedeutung zumesse. Die zuständigen Staatsanwälte hätten große Wissenslücken, wenn es um operative Fallanalysen und den Ablauf der Tat gehe. Obwohl ein ausländerfeindliches oder rechtsextremes Motiv des Täters nicht ausgeschlossen sei, sondern nahe liege, habe es keine Anfragen beim Verfassungsschutz und keinen bundesweiten Abgleich mit anderen Landeskriminalämtern gegeben.

Deshalb ist eine zentrale Forderung, dass der Fall von der Bundesanwaltschaft übernommen werden soll.

Auf der Versammlung kündigte die Initiative weitere öffentliche Aktionen in den nächsten Monaten an, um an den unaufgeklärten Mord zu erinnern. So ist am 5. April diesen Jahres eine Demonstration geplant. An diesem Tag jährt sich der Mord an Burak Bektas zum vierten Mal. Den Ermittlungsbehörden soll keine Gelegenheit gegeben werden, die Mordtat stillschweigend ad acta zu legen.

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15. November 2015 - 06. Dezember 2015 

Rückblick auf eine gelungene Ausstellung über Margarete Kubicka


Austellungseroeffnung am 15. November Drei Wochen lang, vom 15. November 2015 bis zum 6. Dezember 2015, gaben dreißig Originalbilder einen Einblick in das künstlerische Schaffen, aber auch in das Leben von Margarete Kubicka, die von 1927 bis 1956 in der Hufeisensiedlung gelebt hat. Ergänzt wurde die Ausstellung von drei Begleitveranstaltungen, in denen die Kunsthistorikerinnen Dr. Borek und Dr. Gluchowska sowie der Sohn der Künstlerin, Dr. Kubicki, tiefe und anschauliche Einblicke in die politische, künstlerische und persönliche Welt der Margarete Kubicka vermittelt haben.

Zeitleiste ueber Margarete Kubicka

Die Kubicka war eine erstaunliche Frau, die nicht nur Gründungsmitglied der deutsch-polnischen Expressionistengruppe „Bunt” (dtsch. Revolte) und der anarchistisch orientierten Künstlervereinigung „Kommune” war, sondern sie gehörte ab 1923 auch der von Franz Wilhelm Seiwert initiierten „Gruppe progressiver Künstler” an, in deren internationalen Ausstellungen ihre Bilder präsentiert wurden, so u. a. 1926 in Moskau und 1930 in Chicago. Zu ihrem weiten Freundeskreis zählten u. a. Otto Freundlich, Raoul Hausmann, Else Lasker-Schüler, Marc Chagall sowie Erich und Zenzl Mühsam. Als Antifaschistin – sie half nicht nur Zenzl Mühsam 1934 bei ihrer Flucht, sondern versorgte auch von 1941 bis 1945 polnische Zwangsarbeiter in Britz mit Lebensmitteln und Informationen – wurde sie unmittelbar nach der Vertreibung der Nationalsozialisten aus Neukölln im April 1945 die erste Neuköllner Schulrätin.

Besucher im Ausstellungsraum beim betrachten der Bilder Hufeisern gegen Rechts bedankt sich noch einmal bei Dr. Karol Kubicki und seiner Frau für die großartige Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung der Ausstellung. Ein großes Danke-Schön gilt auch dem Verein der „Freunde und Förderer der Hufeisensiedlung”, die als Betreiber des Hufeisen-Cafés nicht nur die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt und für die Bewirtschaftung gesorgt haben, sondern uns auch in organisatorischer Hinsicht, wie beim Auf- und Abbau oder in versicherungstechnischen Fragen, tatkräftig geholfen haben. Und schließlich danken wir auch den Besucherinnen und Besuchern, darunter auch drei ehemalige Schülerinnen von Margarete Kubicka, deren Interesse uns Mut gemacht hat, auch in Zukunft Veranstaltungen über markante Persönlichkeiten oder Ereignisse aus der Hufeisen- und Krugpfuhlsiedlung ins Auge zu fassen.

Margarete Kubicka ist 1927 mit ihrem Mann Stanislaw Kubicki und den zwei Kindern in die Onkel Bräsig Straße 46 gezogen und hat dort bis zum Jahr ihrer Pensionierung in 1956 gelebt. Die Ausstellung zeigte sowohl die beeindruckende künstlerische Vielfalt als auch das soziale und politische Engagement der Malerin und Lehrerin.

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9. November 2015 

Gedenken an den rechten Terror in unserer Siedlung!

Fünf Stolpersteine wurden bisher in der Hufeisensiedlung verlegt. Die Messingtafeln der in den Bürgersteig eingesetzten Steine beginnen alle mit den Worten: „Hier wohnte”. In diesen Häusern lebten Frauen und Männer, die von den deutschen Faschisten verfolgt, vertrieben und zum großen Teil ermordet wurden.

Hufeisern gegen Rechts nahm den 9. November, den Tag, an dem die Nationalsozialisten 1938 ein Pogrom gegen die jüdische Bevölkerung in ganz Deutschland initiierten, zum Anlass, an die fünf Britzer Bürger/innen zu erinnern. Foto des Stolpersteins R. Peter Am 9. November haben wir - stellvertretend für alle Opfer rechter Gewalttaten - dieser fünf Menschen und ihrer Geschichte gedacht, indem wir mit Lichtern und kleinen Informationstexten ihre Namen und ihre Haltung sichtbar machten:

Rudolf Peter, Gielower Str. 32c
Heinrich Uetzfeld, Parchimer Allee 7
Gertrud Seele, Parchimer Allee 75
Stanislaw Kubicki, Onkel-Bräsig-Str. 46
Hans-Georg Vötter, Onkel-Bräsig-Str. 111

Mögen Licht und Erinnerung uns eine Mahnung sein!

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25. September 2015 

Erfolgreicher Protest gegen NPD-Auftritt in der Parchimer Allee am 25. 9. 2015

Über 200 Anwohner/innen und Schüler/innen der Albert-Einstein-Oberschule protestierten um 10 Uhr gegen eine Kundgebung der Berliner NPD an der Parchimer Allee/Fritz-Reuter-Allee.
Trotz zweier Lautsprecher ging die Rede des NPD-Vorsitzenden Schmidtke im lautstarken Protest der anwesenden Britzer Einwohner/innen unter. Der Versuch, die kurz vor der Eröffnung stehende Unterkunft für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in der Fritz-Reuter-Allee zum Anlass rassistischer Hetze zu nutzen, scheiterte. Sowohl Passanten als auch Besucher des örtlichen Marktes zeigten ihre Ablehnung gegenüber Schmidtke und Co. Nach einer halben Stunde bauten dann auch Schmidtke und seine 6 Helfer die Lautsprecher ab und fuhren mit ihrem Kleinbus enttäuscht von dannen.

Hufeisern gegen Rechts dankt allen Anwesenden für ihr demokratisches Engagement.
Keinen Hufbreit den neuen und alten Nazis!

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Stolperstein 

Gertrud Seele wohnte von 1932-1945 mit ihrer Familie in der Parchimer Allee 75

Kritische Äußerungen über die Politik des NS-Regimes und ihre Führer, Zweifel am „Endsieg des deutschen Volkes” oder das Hören von „Feindsendern” wurden vor dem Volksgerichtshof ab Kriegsbeginn 1939 immer häufiger mit der Todesstrafe geahndet. Bis Kriegsende 1945 verurteilte die Justiz deutschlandweit rund 18000 Menschen, 5200 von ihnen wurden hingerichtet. Viele waren Opfer von Denunziationen.

Auch Gertrud Seele gehörte zu ihnen. 1948 wurden ihre Denunzianten wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu acht bzw. zehn Jahren Gefängnis verurteilt.

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9. März 2015: Aufruf zur Beseitigung der Schmierereien im Park an der Buschkrugallee 

Antwort von Bezirksstadtrat Szczepanski

Sehr geehrte AnwohnerInneninitiative „Hufeisern gegen Rechts”,

vielen Dank für Ihr Schreiben und die damit erfolgten Hinweise zu den Schmierereien im Park an der Buschkrugallee.

Ich habe, da dies nicht in meinen Zuständigkeitsbereich fällt, Kontakt zur Abteilung Bauen, Natur und Bürgerdienste aufnehmen lassen und um Klärung gebeten, wie diese Schmierereien beseitigt werden können.

Das zuständige Straßen- und Grünflächenamt teilt hierzu mit, dass der Versuch, die Schilder von den Übermalungen ohne Beschädigung der Schrift zu befreien, leider erfolglos war. Ihr Angebot wurde dort dankend in der ersten Planung berücksichtigt, kann aufgrund des Vorgenannten jedoch nicht umgesetzt werden.

Das Straßen und Grünflächenamt hat daher die Herstellerfirma der Motorik-Anlage angeschrieben, um die Texte der Erklärungstafeln zu erhalten. Sobald die Texte vorliegen, sollen diese versuchsweise ausgedruckt, laminiert und vor Ort angebracht werden. Sofern wieder Schmierereien erfolgen sollten, kann so, vorausgesetzt diese Variante stellt sich als erfolgreich heraus, im Vergleich recht kostengünstig jeweils ein kurzfristiger Austausch erfolgen.

Ein konkreter Zeitrahmen, wann mit der Erneuerung zu rechnen ist, konnte leider noch nicht benannt werden.

Für Ihre Hilfsbereitschaft – nicht nur in dieser Sache – die ich bereits seit langem kenne und vor allem sehr schätze, möchte ich an dieser Stelle meinen ausdrücklichen Dank und meine Anerkennung aussprechen. Es ist von großem Wert für die Gesellschaft, wenn Menschen wie Sie durch ehrenamtliches Engagement soziale Verantwortung übernehmen.

Mit freundlichen Grüßen Szczepanski

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26. Januar 2015: Aufruf zur Beseitigung der Schmierereien im Park an der Buschkrugallee 

Brief der AnwohnerInneninitiative „Hufeisern gegen Rechts” an den Bezirksstadtrat Szczepanski

Sehr geehrter Herr Szczepansk,

da wir wissen, dass Sie sich in Neukölln für ein friedliches und freundschaftliches Miteinander von AnwohnerInnen und und Flüchtlingen einsetzten und sich um die Schaffung einer Willkommenskultur in unserem Bezirk bemühen, schreiben wir Ihnen diesen Brief in der Hoffnung, dass die Schmierereien im Park an der Buschkrugallee in nächster Zeit beseitigt werden. Wenn das Wetter es wieder zulässt, spielen viele Kinder aus der Flüchtlingsunterkunft Haarlemer Str. auf dem Spielplatz des Parks. Derartige Schmierereien sollten eine auf Fröhlichkeit und Spaß ausgerichtete Freizeitgestaltung nicht begleiten.

Zwar sind ein Teil der Parolen und Zeichen von wohlmeinenden Parkbesuchern übermalt worden, doch macht diese Aktionen Zustand nur unwesentlich besser. Wir sind bereit, uns an der Beseitigung der Schmierereien zu beteiligen.

In der Anlage befinden sich einige Fotos, die den unerfreulichen Zustand belegen. In der Hoffnung auf eine positive Antwort berbleibe ich i.A. der Anwohnerinitiative „Hufeisern gegen Rechts” mit freundlichen Grüßen

AnwohnerInneninitiative Hufeisern gegen Rechts

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23. Juni 2014 

Band für Mut und Verständigung 2014

Das Bündnis der Vernunft gegen Gewalt und Ausländerfeindlichkeit verleiht den Preis im Jahr 2014 unter anderem an:

Christiane Schott und die Bürgerinitiative Hufeisern gegen Rechts

für ihr engagiertes Eintreten gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Intoleranz in Berlin Neukölln. Christiane Schott bewies beeindruckend viel Mut und Zivilcourage, in dem sie sich von den Übergriffen der Neonazis auf sie und ihre Familie nicht einschüchtern ließ, sondern stattdessen mit ihrem Fall an die Öffentlichkeit ging im wahrsten Sinne des Wortes „Gesicht zeigte”. Die Anwohner/innen der Hufeisensiedlung entschieden sich daraufhin bewusst dafür, sich gemeinsam gegen rechte Übergriffe zur Wehr zu setzen und Christiane Schott in ihrem Kampf nicht allein zu lassen. Als Bürgerinitiative Hufeisern gegen Rechts positionieren sie sich seit 2012 gegen die Nazi-Umtriebe in der Gegend und mischen sich konstruktiv in die Diskussion um ein in der Nachbarschaft entstehendes Asylbewerberheim ein, damit sich Szenen wie in Hellersdorf nicht wiederholen.

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